Islamic Finance: aktuell 10 Jobs.Die neuste Jobanzeige wurde geschaltet am 16 Dez 14

Islamic Finance

Dieser Sektor umfasst alle unsere Stellenangebote aus dem Bereich Islamic Finance. Dies stellt eigentlich keinen Sektor, sondern eine Herangehensweise dar. Tatsächlich kann eine Stelle in Islamic Finance eine Vielzahl von Sektoren in der Finanzdienstleistungsbranche umfassen, darunter Retail Banking, Corporate Banking, Private Banking, Investment Banking, Versicherungen und Asset Management.

Dabei müssen alle Produkte und Dienstleistungen islamische Grundsätze befolgen, was allgemein als „Scharia-konform“ bezeichnet wird. Ganz grundlegend kann das bedeuten, dass Zinsen – die als Wucher gelten – gegen das islamische Gesetz verstoßen und daher bei Retail Banking-Dienstleistungen oder bei ausgereifteren Produkten untersagt sind.

Es bedeutet aber auch, dass bei Investitionen jeder Art ein gründlicher Prüfungsprozess erforderlich ist. Offensichtliche Beispiele für inakzeptable Investments sind z. B. alle diejenigen, die mit dem Verkauf von Alkohol, Schweinefleisch, Tabak, Pornografie oder Glücksspiel verbunden sind. Aber auch Short-Selling, Derivate und der Einsatz von Fremdkapital (Leverage) sind verpönt.

Zwei der am häufigsten verwendeten Begriffe in der Islamic Finance sind „Sukuk“ und „Takaful“. Der erste bezeichnet Finanzzertifikate, die sich meist auf islamische Anleihen bezieht. Anders als konventionelle Anleihen werden Sukuk nicht als Kredite angesehen, sondern der Emittent bietet den Investoren die Möglichkeit zum Teilbesitz einer Verbindlichkeit. Diese kann auf Anlagen, Unternehmen oder Investitionen basieren. Nach ihrer Emission können Sukuk an der Börse notieren und sind oft handelbar.

Natürlich ist es möglich, im Rahmen der Islamic Finance, Geld zu verdienen. Die Grundregel lautet jedoch, dass eine Investition auf einem greifbaren Vermögenswert oder Rohstoffen basieren muss – es gibt Käufer und Verkäufer, keine Kreditnehmer oder Kreditgeber.

Takaful ist die islamische Versicherungsbranche, die einen genossenschaftlichen Ansatz verfolgt: Mitglieder zahlen Gelder in einen Fonds ein, der eine Auszahlung im Fall eines Verlustes oder Schadens garantiert. Dadurch entfallen Unsicherheit und Zinsen, die mit kommerziellen Versicherungen assoziiert sind.

Die meisten islamischen Institutionen nehmen die Dienste spezialisierter Scharia-Gelehrter in Anspruch, um Konformität mit islamischen Recht sicherzustellen. Da es nicht viele von ihnen gibt, sind sie generell in beratender Funktion tätig und nur äußerst selten als Vollzeit-Mitarbeiter.

Karrieren in der Islamic Finance reflektieren generell diejenigen im konventionellen Finanzsektor. Je nach ihrer Spezialisierung stellen Islamic Finance-Institutionen Investmentbanker, Retail Banker, Investmentspezialisten, Corporate Banker, Produktmanager und Relationship Manager ein. Im Mittelpunkt steht die Schaffung von Produkten auf Scharia-konforme Weise.

Eine Reihe von Finanzexperten mit Erfahrung in konventionellen Produkten hat sich im Scharia-Recht weitergebildet und es gibt ein wachsendes Angebot von Fortbildungen, die technische Kompetenzen mit islamischen Grundsätzen kombinieren, um der steigenden Nachfrage im Bereich Islamic Finance Recruitment gerecht zu werden.

Die Big 4 offerieren ebenfalls Beratungsdienste zu Islamic Finance oder für Firmen, die islamische Produkte anbieten. Große Anwaltskanzleien verfügen zunehmend über Experten zu islamischen Finanzpraktiken und viele Banken stellen entsprechend spezialisierte Anwälte ein.

Abschließend bietet die Asset Management-Branche Scharia-konforme Fonds, die den Investoren ihre Aufgabe erleichtern, und es gibt mittlerweile eine Vielfalt von entsprechenden Indizes wie den FTSE Shariah Global Equity Index und den Dow Jones Islamic Market Index.