Risk Management: aktuell 1210 Jobs.Die neuste Jobanzeige wurde geschaltet am 22 Mai 15

Risikomanagement (Risk Management)

Hier finden Sie sämtliche Stellenangebote aus dem Risk Management bei Investmentbanken, Asset Managern, Hedgefonds und anderen Finanzdienstleistern. Wie die Finanzkrise gezeigt hat, ist die Branche besonders risikoanfällig und droht ggf. die Realwirtschaft mit sich in den Abgrund zu ziehen. Um derartige Krisen künftig zu verhindern, haben sämtliche Finanzdienstleister seither ihre Risikoabteilungen kräftig ausgebaut. Während früher die Arbeit im Risikomanagement wenig angesehen war, wird es heute als Managementfunktion respektiert. Entsprechend haben auch die Gehälter kräftig zugelegt.

Worin die Arbeit eines Risikomanagers besteht

Risk Manager arbeiten engt mit IT, Operations, Audit, Compliance und anderen Kontrollfunktionen einer Bank zusammen. Generell sind gute mathematische Kenntnisse gefragt, da die Risikoeinschätzungen oft auf mathematischen Modellen basieren. Grundsätzlich lassen sich Risk-Management-Profile unter verschiedenen Überschriften sortieren:

Marktrisiko (Market Risk) ist das Risiko, dass ein ganzes Portfolio gehandelter Finanzprodukte (z. B. Aktien, Anleihen oder Rohstoffe) aufgrund von äußeren Ereignissen gleichzeitig an Wert verliert, z. B. aufgrund von steigenden Ölpreisen oder Terroranschlägen. Die vier herkömmlichsten Marktrisikofaktoren sind Aktienpreise, Zinssätze, Devisenkurse und Rohstoffpreise. Marktrisikoexperten erstellen Risikomodelle für die unterschiedlichsten Anlagestrategien und Produkte wie z.B. Derivate (Forwards, Futures, Optionen oder Swaps). Dabei geht es namentlich auch um die Kontrolle der Trader und anderer Front Office-Funktionen.

Unter Kreditrisiko (Credit Risk) wird die Gefahr eines Zahlungsausfalls von Kreditnehmern verstanden. Um das Kreditrisiko zu mindern, werden Jahresabschlüsse, Geschäftsmodelle und Branchenumfeld der Kreditnehmer genau untersucht. Auf diese Weise lässt sich ermitteln, ob das Unternehmen den beantragten Kredit auch zurückzahlen kann. Eine solide Analyse des Kreditrisikos ist in Niedrigzinsphasen besonders wichtig, da dann die Margen der kreditvergebenden Banken niedriger ausfallen. In einer solchen Situation ist es von Vorteil, wenn die Risikovorsorge für geplatzte Kredite möglichst gering ist.

Beim Operationellen Risiko (Operational Risk) geht es darum, die Arbeitsabläufe und Prozesse bei einem Finanzdienstleister möglichst risikoarm zu gestalten. Darin werden sämtliche Risiken berücksichtigt, die nicht von Spezialgebieten wie Marktrisiko, Kreditrisiko und Liquiditätsrisiko abgedeckt werden.

Die Geldwäschebekämpfung (Anti Money Laundering) stellt ein weiteres Spezialgebiet des Risikomanagements dar. Damit soll verhindert werden, dass durch Kriminalität erworbenes Geld weißgewaschen wird.

Welche Qualifikationen es für Risk Manager gibt

Zur Vermittlung einschlägiger Fachkenntnisse wurden spezielle Fortbildungen entwickelt. Dazu zählt beispielsweise der Financial Risk Manager (FRM) der Global Association of Risk Professionals, wofür zwei Prüfungen abgelegt und zwei Jahre einschlägige Berufserfahrung vorgewiesen werden müssen.

Für den Abschluss der Professional Risk Managers’ International Association (PRM) müssen vier Prüfungen zu Finanztheorie, Finanzinstrumenten und -märkten, mathematischen Grundlagen der Risikomessung abgelegt werden.