HSH Nordbank stellt Luxemburger Private-Banking zum Verkauf

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Die Private Banking-Tocher der HSH Nordbank in Luxemburg soll laut der Financial Times Deutschland verkauft werden. Obgleich sich das Eigenkapital des Instituts lediglich auf 40 bis 50 Mio. Euro beläuft, erhofft sich die kriselnde Landesbank aus der Abspaltung Erlöse von 80 bis 90 Mio. Euro. Mit der Transaktion wurde bereits die Investmentbank Lazard beauftragt.

Eine Sprecherin der HSH Nordbank bestätigte den Kern des Medienberichts. Die Bank wolle sich künftig auf ihre Aktivitäten im norddeutschen Raum und ihr Kerngeschäft konzentrieren. "In diesem Zusammenhang prüft die HSH Nordbank auch ihr Engagement in Luxemburg und dabei ist der Verkauf eine Option", ergänzte die Sprecherin.

Die Private Banking-Tochter im Großherzogtum "HSH N PB in Luxemburg" beschäftigt rund 30 Mitarbeiter. Überdies arbeiten bei der "HSH Nordbank Securities" in Luxemburg weitere 145 Mitarbeiter, die sich mit Asset-Management und Investmentbanking beschäftigen. Laut einer Unternehmenssprecherin sei diese Tochter von dem geplanten Verkauf nicht betroffen.

Die fünftgrößte Landesbank musste in der Finanzkrise von den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein mit einer Summe 3 Mrd. Euro gestützt werden, wodurch die beiden deutschen Bundesländer über die Mehrheit bei der HSH Nordbank verfügen.

Als quasi staatseigenes Institut gerieten die Private Banking-Aktivitäten in der Steueroase Luxemburg seitens der deutschen Politik wiederholt in Kritik. Außerdem wird erwartet, dass die Wettbewerbskommission der EU die bereits geflossenen Hilfen nur unter der Auflage gewährt, dass sich die Hamburger Bank auf ihre Kerngeschäfte im norddeutschen Raum konzentriert.

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