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Schweizer Banken wollen wieder mehr einstellen, aber nur kurzfristig

32 Prozent der Schweizer Banken wollen ihr Personal im neuen Jahr um 5 Prozent oder mehr aufstocken, wie das Beratungsunternehmen EY jetzt in einer Umfrage unter 120 Schweizer Banken (ohne UBS und CS) ermittelte. Damit handelt es sich um den besten Wert seit 2010. Das zusätzliche Personal sei jedoch nur kurzfristig für die „strukturellen Transformationsprozesse“ erforderlich.

„Der Trend zu mehr Personal wird sich nicht auf lange Zeit fortschreiben. Vielmehr werden Sourcing und strukturelle Effizienzsteigerungsprogramme mittelfristig dazu führen, dass Arbeitsplätze ausgelagert oder mit einer zunehmenden Automatisierung gestrichen werden“, meint Olaf Toepfer, Partner und Leiter Banking & Capital Markets bei EY Schweiz.

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Die Personalpolitik falle indes je nach Bankentyp recht unterschiedlich aus. So seien die Zahl der geplanten Neueinstellungen bei Kantonal- und Regionalbanken vergleichsweise stabil und der Transformationsbedarf relativ niedrig. „Entsprechend weniger ist deshalb der Bedarf an zusätzlichem Personal“, heißt es in der EY-Studie. Dagegen verfolgten die Auslands- und Privatbanken eine deutlich volatilere Personalpolitik. Während in 2015 z.B. nur 8 Prozent der Auslandsbanken von einem Personalaufbau von mehr als 5 Prozent ausgingen, sind es in 2016 immerhin 29 Prozent.

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Unterdessen scheint der Druck auf die Gehälter im Banking weiter zu steigen. Stolze 71 Prozent der befragten Banken rechnen mit einer Reduzierung der Vergütungs- und Anreizsysteme. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 59 Prozent.

EYBankenbarometer2016c Quelle:_ EY-Bankenbarometer 2016[/caption]

Neben steigender Regulierung und erforderlicher Effizienzsteigerung stellt die Digitalisierung eine weitere Herausforderung der Branche dar. Dennoch verfügen laut EY lediglich ein Drittel der befragten Banken tatsächlich über eine Digitalisierungsstrategie.

„Die Banken erkennen durchaus das langfristige Potenzial, aber der konkrete Wert der Digitalisierung für die Wertschöpfung der Finanzindustrie bleibt offenbar noch unklar“, kommentiert Marco Amato, Partner Wealth & Asset Management bei EY Schweiz. „Und vielen Banken mangelt es möglicherweise noch an Phantasie, konkreten Ideen und Initiativen, um strukturelle Innovationen im Kern der Wertschöpfungskette anzugehen.“

Interessanterweise haben die Banken kaum Angst vor den FinTech-Start-ups. Dagegen sehen sich die Banken von großen IT-Unternehmen wie Google und Apple bedroht. Diese verfügten über das erforderliche Know-how, die Infrastruktur und nicht zuletzt die finanziellen Mittel, um in Bankgeschäfte vorzudringen.

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AUTORFlorian Hamann Redakteur für Deutschland & die Schweiz

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