Bei der Credit Suisse weinen vor allem die Investmentbanker

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Credit Suisse

Die Credit Suisse blickt auf einen guten Start ins neue Jahr zurück. Im ersten Quartal legte der Vorsteuergewinn um 57 Prozent auf knapp 1,1 Mrd. Euro zu. Mit 563 Mio. Franken lieferte das Schweizer Geschäft den größten Gewinnanteil – immerhin 39 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Private Banking kletterten die Gewinne um 68 Prozent auf 401, im Asset Management um 60 Prozent auf 83 und in Asien-Pazifik um 59 Prozent auf 234 Mio. Franken.

Dagegen schwächelten die beiden Investment Banking-Sparten. In Investment Banking & Capital Markets brach der Vorsteuergewinn um 60 Prozent auf 59 und in Global Markets um 7 Prozent auf 295 Mio. Franken ein. Während die Erträge im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Aktien mit 860 und 490 Mio. Franken etwa auf Vorjahresniveau blieben, gab das Underwriting um 8 Prozent auf 288 Mio. Franken nach. Die Erträge im Advisory-Geschäft verminderten sich um 21 Prozent auf 172 Mio. Franken und in Debt Capitall Markets um 12 Prozent auf 212 Mio. Franken. Dagegen rangierte Debt Capital Markets mit 103 Mio. Franken auf Vorjahresniveau.

Die schlechten Ergebnisse schlagen auf die Bezahlung der Mitarbeiter durch. Während die Credit Suisse für ihre gut 3100 Mitarbeiter in der Investment Banking Division im ersten Quartal 2017 noch durchschnittlich gut 108.000 Franken springen ließ, waren es 2018 nur noch gut 101.000 Franken. In Global Markets purzelten die Personalausgaben pro Kopf von gut 59.000 auf nur noch gut 53.000 Franken. Da der Franken aber gegenüber dem US-Dollar gestiegen ist, dürften die Tränen nicht allzu groß ausfallen.

Erstaunlicherweise scheint die Credit Suisse trotz ihrer ambitionierten Kostenziele sogar neue Stellen zu schaffen. In Asien-Pazifik und im International Wealth Management kamen binnen Jahresfrist 190 bzw. 160 Stellen hinzu. Selbst in Global Markets gibt es einige Stellen mehr.

Dies mag ein Grund zu sein, wieso der Konzern beim Kostenabbau nur langsam vorankommt. 2018 will Konzernchef Tidjane Thiam die Kosten insgesamt von 18 auf 17 Mrd. Franken senken. Da im ersten Quartal nur Einsparungen von rund 200 Mio. gelangen, muss die Credit Suisse also in den folgenden Quartalen noch etwa 800 Mio. Franken an Kosten herausnehmen, was nichts Gutes für die Mitarbeiter verheißt.

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