Die Gründe für den drastischen Personalaufbau der ING Diba im Firmenkundengeschäft

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Erst kürzlich hat ING-Firmenkundenvorstand Joachim von Schorlemer gegenüber eFinancialCareers den drastischen Ausbau des Firmenkundengeschäfts angekündigt. „Wir wollen in den nächsten drei Jahren rund 150 neue Mitarbeiter im Wholesale Banking einstellen“, sagte er. Nachdem die Bank jetzt ihren Geschäftsbericht für 2017 vorgelegt hat, wird auch deutlich wieso. Demnach hat ING Diba in ihrem Wholesale Banking im vergangenen Jahr vor Steuern 405 Mio. Euro verdient, was etwa ein Drittel des gesamten Vorsteuerergebnisses von knapp 1,3 Mrd. Euro ausmacht. Dies ist umso erstaunlicher als sich die Erträge der Sparte gerade einmal auf 515 Mio. Euro beliefen, wovon lediglich 5 Mio. für die Risikovorsorge und 115 Mio. für Verwaltungskosten abgezogen werden müssen. Das Firmenkundengeschäft stellt also einen wahren Goldesel dar. Dagegen verdiente die Bank im Geschäft mit Retail-Krediten 485 und mit Retail-Kundenvermögen 485 Mio. Euro.

139 neue Stellen geschaffen

Unterdessen ging der Personalaufbau auch 2017 ungebrochen weiter. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs in Deutschland im Jahresmittel um 112 auf 3397 und in Österreich sogar um 27 auf 227 Stellen. Da in diesen Zahlen auf Teilzeitstellen enthalten sind, beschäftigte die deutsche Tochter des niederländischen ING-Konzerns per Jahresende 4056 Mitarbeiter. Nur zum Vergleich: 2003 waren es nur rund 1800 gewesen.

Angesichts des hohen Gewinns fielen die Vergütungen vergleichsweise bescheiden aus. So belief sich das durchschnittliche Bruttojahresgehalt auf etwa 69.500 Euro. Hinzu kommt noch ein Bonuspool von insgesamt gerade einmal 17 Mio. Euro. Kein Wunder, dass die Aufwands-Ertrags-Quote 2017 mit 44 Prozent sehr gut ausfiel. ING Diba musste für jeden Euro Gewinn gerade einmal 44 Cent ausgeben.

Fazit: Der führte der Weg über London nach New York.

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