Brexit-Studie: Bei Investmentbanken ist Frankfurt der Sieger

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Brexit-Studie: Bei Investmentbanken ist Frankfurt der Sieger

Auf den ersten Blick schneidet Frankfurt unter den verbleibenden EU-Finanzzentren bescheiden ab. Laut einer neuen Brexit-Studie der Denkfabrik Newfinancial haben sich von den mehr als 275 britischen Finanzdienstleistern 100 für Dublin entschieden, 60 für Luxemburg, 41 für Paris und nur 40 für Frankfurt.

Allerdings fallen die Unterschiede in den einzelnen Segmenten beträchtlich aus. Während Dublin und Luxemburg beim Asset und Wealth Management sowie bei den Versicherungen die Nase vorn haben, sieht dies im Investmentbanking ganz anders aus. So haben sich 26 Investment- und sonstige Banken für Frankfurt entschieden, aber nur elf für Paris und zehn für Dublin.

„Obgleich die Zahl der Unternehmen, die sich für Frankfurt entschieden haben, vielleicht geringer als erwartet ausfällt, bedeutet die hohe Konzentration großer Namen wie Citi, Credit Suisse, Deutsche Bank, Goldman Sachs, JP Morgan, Morgan Stanley, Nomura und UBS, dass mittelfristig Frankfurt das Finanzzentrum sein wird, das in den Größenverhältnissen – beim Geschäft, den Assets und dem Personal – am meisten profitieren wird und es vielleicht im Laufe der Zeit neben London zur zweiten Spitze unter den europäischen Finanzzentren heranwächst.“

Auffallend sei weiter, schreiben die Autoren der Studie, dass viele Banken ihre Teams nicht etwa an einem Ort konzentrieren, sondern über mehre Standorte verteilen. So habe sich Barclays zwar für Dublin als ihrem künftigen EU-Hub entschieden, dennoch sollen auch die Niederlassungen in Frankfurt und Paris ausgebaut werden. Bei JP Morgan soll das Investmentbanking nach Frankfurt gehen, das Asset Management hingegen nach Dublin und das Wealth Management nach Luxemburg. Bei der Credit Suisse die Investment Banking Division nach Frankfurt und das Sales & Trading nach Madrid.

Für ihre Studie hat Newfinancial die öffentlichen Daten von gut 275 britischen Unternehmen ausgewertet. Die Autoren gehen indes davon aus, dass die wirklichen Zahlen deutlich höher ausfallen werden. „Wir wissen, dass die Zahlen das wirkliche Bild deutlich unterschätzen“, schreiben sie. Viele Unternehmen würden zwar Aufgaben und Jobs verlegen, aber unter „dem Radar“ bleiben.

Falls Sie eine vertrauliche Nachricht, einen Aufreger oder einen Kommentar loswerden wollen, zögern Sie nicht! Schreiben Sie einfach an Florian Hamann. fhamann@efinancialcareers.com.

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