Wie die Bezahlung im deutschen Investment Banking im Vergleich zu Großbritannien und Frankreich ausfällt

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Wie die Bezahlung im deutschen Investment Banking im Vergleich zu Großbritannien und Frankreich ausfällt

Foto: Getty Images

Im Investment Banking scheint Deutschland so etwas wie ein Billiglohnland zu sein, zumindest wenn man der neuen Gehaltsstudie der internationalen Personalberatung Pinpoint glauben schenkt. Demnach kommt ein Investmentbanking-Einsteiger, ein Analyst in seinem ersten Jahr, hierzulande auf insgesamt 72.000 Dollar. Dagegen sind es in Benelux 83.000, in Frankreich 99.000 und in Großbritannien 133.000 Dollar. In London beginnen die Einsteiger also mit 50.000 Dollar mehr als in Frankfurt. Dies steht indes im Widerspruch zu der Erhebung der Frankfurter Personalberatung Banking Consult.

Was ein deutscher Investmentbanker verdient?

Auf dem mittleren Karriereniveau eines Vice Presidents in seinem zweiten Jahr verändert sich das Bild signifikant. Demnach überholt Deutschland mit 204. 000 Dollar die Beneluxstaaten mit schmalen 138.00 Dollar und rückt an Frankreich mit 219.000 Dollar heran. Dagegen rangiert Großbritannien in einer anderen Liga. In London kassiert ein Vice President in seinem zweiten Jahr bereits ein Gehalt von 188.000 Dollar. Zusammen mit dem Bonus von 226.000 Dollar kommt er auf eine Gesamtvergütung von 414.000 Dollar. Der Londoner Investmentbanker kassiert in seinem achten Karrierejahr also mehr als das Doppelte als sein Frankfurter Kollege. Kein Wunder, dass sich die Begeisterung der Londoner Banker in Grenzen hält, im Zuge des Brexits nach Frankfurt zu wechseln.

Was ein französischer Investmentbanker verdient?

Sofern man den Pinpoint-Daten traut, dann weitet sich die Gehaltslücke an der Spitze der Nahrungskette weiter aus. Demnach kassiert ein Managing Director mit zwei und mehr Jahren in seiner Position in Deutschland insgesamt 430.000 Dollar, wohingegen sich die Kollegen aus Benelux mit 285.000 Dollar begnügen müssen. Dagegen streichen die Franzosen 538.000 und die Briten stolze 1,9 Mio. Dollar ein. Wer also im europäischen Investment Banking richtig Geld verdienen möchte, kommt um eine Karriere in London kaum herum.

Und was ein britischer Investmentbanker verdient?

Je höher die Position, umso größer dürften indes die Abweichungen von diesen Durchschnittswerten ausfallen. Die untenstehenden Zahlen beziehen sich offiziell auf die DACH-Region und Großbritannien und Irland. Es bleibt allerdings zweifelhaft, ob die Vergütungen in der Schweiz den deutschen und in Irland den britischen gleichen.

Falls Sie eine vertrauliche Nachricht, einen Aufreger oder einen Kommentar loswerden wollen, zögern Sie nicht! Schreiben Sie einfach an Florian Hamann. fhamann@efinancialcareers.com.

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