Sieben Tipps, wie Spring Weeks bei einer Investmentbank zum Erfolg werden

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Sieben Tipps, wie Spring Weeks bei einer Investmentbank zum Erfolg werden

Bei den Spring Weeks handelt es sich um Schnupperpraktika in den Frühjahrssemesterferien. Allein bei Goldman Sachs in London haben daran Anfang April 171 dieser Schnupperpraktikanten teilgenommen. Wer dieses Jahr die Spring Weeks verpasst hat, sollte sich rechtzeitig für das kommende Jahr bewerben, vor allem wer am Anfang seines Studiums steht.

Spring Weeks werden für den Einstieg ins Investmentbanking immer wichtiger. „Ich habe an zwei davon teilgenommen, sie waren das Fundament meiner Karriere“, erzählt ein junger M&A-Analyst aus London, der lieber anonym bleiben möchte. „Meine beiden Spring Weeks haben zu zwei Sommerpraktika in M&A geführt, wonach ich zwei Einstiegsangebote erhalten habe.‘‘

Doch auch auf Spring Weeks sollten sich Studenten vorbereiten.

1. Informieren Sie sich über die Bank, bei der die Spring Week stattfindet

Die meisten Banken nutzen die Spring Weeks, um gezielt Sommerpraktikanten für das Folgejahr zu rekrutieren. Doch einen Automatismus gibt es dabei nicht. „Einige Banken haben viel mehr Teilnehmer an den Spring Weeks als Plätze in ihren Sommerpraktika. Sie nutzen also die Spring Weeks, um die besten Kandidaten auszusieben“, sagt der Analyst. Daher empfiehlt er Teilnehmern, sich genau anzuschauen, wie viele Praktikumsplätze die fragliche Bank im Sommer bereitstellt. Falls es nur wenige sind, müssten sich die Schnupperpraktikanten umso mehr bemühen.

2. Networking – nicht nur mit Bankern

Sowohl der Analyst als auch ein anderer ehemaliger Teilnehmer betonen, wie wichtig das Netzwerken bei den Spring Weeks ist. Aber nicht so, wie sich das viele vorstellen.

„Offensichtlich solltet Ihr Kontakte zu den Bankern aufbauen, versucht ihre Visitenkarten zu erhalten etc. Doch am hilfreichsten war für mich, im Kontakt mit den anderen Praktikanten zu bleiben“, erzählt ein ehemaliger Teilnehmer, der in diesem Jahr seine Karriere bei einer Investmentbank beginnt. „Irgendeiner gründet eine große Whatsapp- bzw. Facebook-Gruppe, die sogar für die Leute sehr wichtig ist, die keinen Platz im Sommer bekommen. Stattdessen werden sie einen Platz bei einer anderen Bank finden“, sagt er. Viele der Leute, die man während der Spring Weeks trifft, werden später irgendwann einmal in der Branche arbeiten. Daher sollte man keinesfalls den Kontakt verlieren.

3. Bringt etwas Wissen mit

Obwohl es gerade Zweck der Spring Weeks ist, ins Investment Banking einzuführen, helfe es schon weiter, wenn man bereits vorher etwas über die Branche weiß, meint der Analyst. Auf diese Weise könnten die Teilnehmer besser mit den richtigen Bankern zusammenarbeiten und sich besser informieren, in welchen Bereich sie später einmal gehen wollen.

4. Schüchternheit zahlt sich nicht aus

Ein ehemaliger Teilnehmer an einer Spring Week bei den Big Four empfiehlt, sich sichtbar zu machen. „Wir wurden in Gruppen eingeteilt, in denen wir an einem Projekt gearbeitet haben. Es galt für den Kunden X eine detaillierte Lösung für seine Probleme zu erarbeiten“, erzählt er. „Dabei müsst Ihr Euch so viel einbringen wie möglich. Sie achten auf Leute, die sprechen und sich Gehör verschaffen. Sie sollen aber Leute, die andere zu Wort kommen lassen und teamfähig sind.“

5. Benehmt Euch

Die meisten Banken sorgen auch für Spaß bei den Spring Weeks. Es wird also Partys geben. Doch dabei gilt es vorsichtig zu sein.

„Macht bloß nichts Dummes“, warnt der Analyst. „Betrinkt Euch bei der Party nicht und nimmt auch nicht den Mund zu voll. Legt bloß kein Verhalten an den Tag, der der Personalabteilung den Eindruck vermittelt, Ihr könntet Euch nicht benehmen.“

6. Prahlt bloß nicht

Auch wenn Ihr mehrere Plätze in Spring Weeks erhalten habt, solltet Ihr nicht damit prahlen“, betont der Analyst. „Beim Investment Banking handelt es sich um eine kleine, wettbewerbsintensive und neidische Welt. Wenn die Bank denkt, dass Ihr lieber anderswo anfängt, dann werden sie sich um Euch bemühen. Dies kann dazu führen, dass Ihr ohne Sommerpraktikum dasteht. Geht vorsichtig und taktisch vor – das muss einfach sein.“

7. Hütet Euch vor Selbstgefälligkeit

„Seid nicht selbstgefällig“, warnt ein anderer Teilnehmer. „Am dritten, vierten oder fünften Tag sind einige Studenten zu spät gekommen, haben während der Vorträge gesprochen und manchmal sogar telefoniert. Das ist unklug, da normalerweise immer ein Mitarbeiter der Personalabteilung einen Blick auf Euch wirft. Verhaltet Euch, als wenn jeder Tag Euer erst Tag wäre.“

Macht Euch bewusst: Euer Zielt besteht letztlich darin, einen richtigen Praktikumsplatz zu bekommen. Spring Weeks sind der erste Schritt dazu, es geht darum, einen Fuß in die Tür von Investmentbanken zu bekommen.

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