JP Morgan, Goldman und Credit Suisse suchen Sales-Experten für Frankfurt und Zürich

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JP Morgan, Goldman und Credit Suisse suchen Sales-Experten für Frankfurt und Zürich

Foto: Getty Images

Seit dem Brexit-Referendum vor drei Jahren quält den Finanzplatz Frankfurt eine Frage: Wann kommen endlich die versprochenen Front Office-Jobs in Frankfurt an. Laut einschlägigen Headhuntern ist bislang in Sales, Trading und Research von Wertpapieren wenige passiert, während sich die einschlägigen Banken im Middle und Back Office bereits für den Brexit gerüstet haben.

Doch jetzt scheint zumindest etwas Bewegung in die Sache zu kommen. So sucht JP Morgan für Frankfurt einen Associate und einen Analysten für den Vertrieb ihrer festverzinslichen Produkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Dabei arbeiten Sie eng mit DCM, ECM, Investment Banking und dem Unternehmen als ganzem zusammen, um den Kunden Lösungen für ihre Hedging-Bedürfnisse anzubieten“, heißt es in einer Stellenbeschreibung.

Der Schwerpunkt bei der Associate-Stelle liegt auf dem Vertrieb von Zinsprodukten (Rates Sales) und Zinsderivaten (Interest Sales Derivative Products). Zielgruppe sind alle Formen von Firmenkunden und institutionellen Anlegern.

Doch nicht nur bei JP Morgan bewegt sich etwas. Auch die Credit Suisse sucht Analysten oder Associates für ihr Credit Sales in Frankfurt. Es scheint sich eher um die Position eines Sales-Traders zu handeln, denn in der Stellenanzeige heißt es: „[Der Mitarbeiter] führt Trades im Kundenauftrag unter der Leitung des Global Markets (Fixed Icome) Sales Teams aus.“

Zu den Auslandsbanken, die sich für Frankfurt als ihren künftigen EU-Hub entschieden haben, gehört auch Jefferies. Die US-Investmentbank hat ein besonders rares Stellenangebot auf ihrer Website. Die Amerikaner suchen einen Equity Research Analyst für mittelgroße deutsche, österreichische und Schweizer Aktiengesellschaften (Midcaps) in Frankfurt, wobei es sich um eine Stelle für einen Associate handelt.

Spätestens seit die Banken nach der Einführung der EU-Richtlinie MiFID II ihre Aktienanalyse nicht mehr über ihr Sales and Trading finanzieren dürfen, sind derartige Jobs gerade auch in Frankfurt rar geworden.

Interessanterweise will Goldman Sachs nicht nur seine Sales and Trading-Aktivitäten in Frankfurt im Zuge des Brexits stärken, sondern auch den Standort Zürich aufwerten. Dabei ist die Bank schon lange mit ihrem Investment Banking an der Limmat vertreten. „In Zürich gibt es das gleiche wie in Frankfurt, nur in klein“, heißt es von einem Goldman Sachs Insider.

Anders als die meisten übrigen US-Banken bedient Goldman Sachs seine Schweizer Kunden vor Ort. Dazu suchen die Amerikaner jetzt einen Equity Sales Analysten für Zürich. Der Analyst soll den Vertrieb von Aktien (Cash Equities) und Delta One-Produkten unterstützen.

Dies ist umso interessanter, als der Aktienhandel wegen der geringen Handelsvolumen im ersten Halbjahr branchenweit schwächelte. Übrigens läuft auch bei Goldman Sachs in der Schweiz nichts ohne Deutschkenntnisse. Während Französisch und Italienisch gern gesehen werden, ist Deutsch Pflicht. Wenigstens wird kein Schwyzerdütsch verlangt – auch das gab es schon.

Falls Sie eine vertrauliche Nachricht, einen Aufreger oder einen Kommentar loswerden wollen, zögern Sie nicht! Schreiben Sie einfach an Florian Hamann. fhamann@efinancialcareers.com.

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