Ranking der gefragtesten Programmiersprachen im Banking

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Ranking der gefragtesten Programmiersprachen im Banking

Mit welcher Programmiersprache hat man die besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt? Dazu haben wir ausgerechnet, wie viele Kandidaten aus der eFinancialCareers-Datenbasis mit den einschlägigen Kenntnissen auf die auf unserer Website ausgeschriebenen Jobs kommen. Damit erfahren Sie nicht nur, welche Programmiersprachen am gefragtesten sind, sondern auch wie hoch die Konkurrenz ausfällt.

Java: 11,7 Kandidaten auf jeden ausgeschriebenen Job

Weltweit sind mehr als 2000 Jobs ausgeschrieben, für die Java verlangt wird. Damit handelt es sich auch weiterhin um die gefragteste Programmiersprache, obgleich zuletzt Python etwas aufholen konnte. Darüber hinaus kommen in unserer Datenbank auf jede offene Stelle keine zwölf Lebensläufe, die Java-Kenntnisse enthalten.

Damit ist die Nachfrage weiter gestiegen, denn vor gut einem Jahr kamen noch fast 30 Lebensläufe auf jede einschlägige Jobausschreibung. Banken annoncieren also deutlich mehr Java-Jobs als im vergangenen Jahr. Viele Banken versuchen Entwicklungstätigkeiten wieder intern zu erledigen, weshalb hier zuletzt kräftig angeheuert wurde.

C#: 13,9 Kandidaten auf jeden ausgeschriebenen Job

Die Nachfrage nach C#-Entwicklern hat sich aufgrund neuer IT-Anforderungen im Trading-Umfeld verringert. „C# wird immer noch genutzt, aber immer öfter nur noch für sehr quantitative Projekte mit geringen Latenz-Anforderungen“, sagt der IT-Experte Christian Glover Wilson von Tigerspike. Zwar wird der Arbeitsmarkt nicht gerade mit C#-Entwicklern geflutet, dennoch gibt es zweieinhalbmal mehr Jobs für Java- als für C#-Experten. Nachfrage und Angebot sind also gleichermaßen gesunken.

Python: 14,6 Kandidaten auf jede Vakanz

Wie nicht anders zu erwarten rangiert Python bei der Zahl der angebotenen Jobs mittlerweile auf dem zweiten Platz, dummerweise gibt es in unserer Datenbank allerdings auch etwa 5000 Lebensläufe mehr, die Python-Kenntnisse als Java-Kenntnisse enthalten. Während Python früher vornehmlich vom Risikomanagement und von Trade Management-Plattformen genutzt wurde, wird es immer populärer. Ein Grund dafür: Abgesehen von Entwicklern nutzen immer mehr andere Banker Python aufgrund seiner leichten Erlernbarkeit und seiner guten Eignung fürs Modellieren. Trader, Analysten und Researcher nutzen es immer häufiger für ihre eigene Arbeit. Daher muss bei der Frankfurt School beispielsweise schon jeder junge Student einen Python-Einführungskurs besuchen.

Obgleich Java nicht die gleichen Einsatzmöglichkeiten wie Java bietet, können sich Python-Kenntnisse doch positiv auf die Verdienstmöglichkeiten auswirken.

C++: 24,5 Kandidaten auf jede Vakanz

Nachdem viele Altsysteme der Banken lange Zeit auf C++ liefen, verliert es jetzt unter jüngeren Entwicklern zunehmend an Beliebtheit. Dennoch hat es aufgrund seines Einsatzes im Hochfrequenzhandel eine kleine Renaissance erlebt. Wie bei C# verlangen fast dreimal so viele Jobausschreibungen Java- oder Python-Kenntnisse als C++-Kenntnisse. Obgleich C++ immer noch bei Banken und Hedgefonds verbreitet ist, sinkt die Nachfrage nach dieser Programmiersprache zusehends.

Cobol: 58,3 Kandidaten für jeden offenen Job

Obgleich Cobol lange als „Plage“ und als etwas verstanden wurde, „was jeder loswerden will“, konnte sich die vom französischen Software-Pionier Bertrand Besnard entwickelte Sprache schon 30 Jahre erfolgreich der Ausrottung entziehen. Obwohl Cobol bereits 1958 entwickelt wurde, haben es viele Banken und Versicherungen immer noch nicht geschafft, die Cobol-de aus ihren Kernsystemen zu vertreiben.

Die Verhältnisangabe kann indes etwas irreführend sein, da wahrscheinlich viele Leute Cobol in ihren Lebensläufen aufführen, obgleich sie die Sprache längst nicht mehr aktiv einsetzen. Wer sich mit der Uraltsprache immer noch auskennt, kann indes weiterhin gutes Geld verdienen, da jüngere Programmierer kaum noch nachkommen. Noch scheint Cobol eine Chance als Nischensprache bei Banken zu haben.

Unter dem Strich dürfte indes Java und Python die Zukunft bei den Finanzdienstleistern gehören.

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