Coronavirus: Sind CFA-Prüfungen gefährdet?

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Coronavirus: Sind CFA-Prüfungen gefährdet?

Denkt man darüber nach, was der Coronavirus alles durcheinanderwirbeln könnte, dann werden einem die CFA-Prüfungen im Juni sicherlich nicht als erstes einfallen. Wer sich jedoch aktuell auf die bekanntermaßen schwierige Prüfung vorbereitet, der wird sich durchaus fragen, ob es sich lohnt, mehr als 300 Stunden Vorbereitungszeit dafür zu opfern.

Im Juni letzten Jahres hatten weltweit 250.000 Kandidaten an den CFA-Prüfungen für die Level I, II und III teilgenommen. Die Prüfungen werden normalerweise in riesigen Hallen abgehalten, in denen hunderte oder sogar tausende Prüflinge auf engstem Raum nebeneinandersitzen. Sollte der Coronavirus auch in drei Monaten noch Thema sein, ist kaum vorstellbar, dass die Prüfungen stattfinden können.

Aktuell möchte sich das CFA Institute zu einer möglichen Absage nicht äußern. Ein Sprecher sagte: „Wir beobachten die Situation sehr aufmerksam und halten bislang an den für Juni geplanten Prüfungen fest.“

In Web-Foren wird derweil spekuliert, ob die Prüfungen verschoben und ganz abgesagt werden. „Die Prüfung wird definitiv abgesagt“, vermutet ein Kandidat auf Reddit. „Wenn Ansammlungen von über 1.000 Menschen untersagt sind, wie um alles in der Welt soll dann bitte die Prüfung in London durchgeführt werden? Ich bin 100 % sicher, dass die Prüfung nicht stattfindet”, mutmaßt ein anderer User.

Eine mögliche Lösung könnte darin bestehen, dass das CFA Institute die Prüfungen auf mehrere kleinere Veranstaltungsorte verteilt. Dies scheint jedoch in Ländern wie den USA oder China, in denen jedes Jahr Zehntausende an den Prüfungen teilnehmen, kaum praktikabel. Eine andere Lösung könnte es sein, die Prüfungen online abzuhalten, was jedoch betrugsanfällig wäre und es quasi unmöglich machen würde, die Identität der Prüflinge persönlich und vor Ort zu verifizieren, worauf die CFA stets besonderen Wert legt.

Dass der Andrang auf die CFA-Prüfungen ausgerechnet in China am größten ist, wo der Virus ausgebrochen ist, ist nicht gerade hilfreich. Schwierig ist zudem, dass die Prüflinge schnell erfahren möchten, ob die Prüfungen tatsächlich stattfinden – ihnen geht es darum, ihr Lernpensum entsprechend einzuteilen (oder das Lernen auch erst einmal auf Eis zu legen).

Einige mutmaßen, dass die Prüfungen nur an bestimmten Standorten abgesagt oder verschoben werden. Sollten die Prüfungsteilnehmer aus China im Sommer wegfallen, so könnte die Durchfallrate steigen: Chinesen stehen im Ruf, besonders gut zu sein. Andere gehen hingegen davon aus, dass die Durchfallrate sinken könnte, weil Chinese nun infolge der Quarantäne zuhause festhängen und mehr Zeit zum Lernen haben. „30 Prozent der Kandidaten sind wochenlang zuhause und den ganzen Tag am Lernen“, beklagt ein Prüfling auf Reddit.

Auch wenn die Prüfungen stattfinden, so scheinen nicht alle Kandidaten auch wirklich erscheinen zu wollen. „Die Level III-Prüfung machen, dort dann den Virus kriegen und am Ende das Zertifikat zu haben, aber tot zu sein – nein danke!”, sagt einer.

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