Die UBS stellt ihre Vergütungsstruktur neu auf

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Wer bei der UBS arbeitet, ist wohl noch unschlüssig, wie das, was gestern in Bezug auf die Vergütung verkündet wurde, zu bewerten ist. Es könnte gut sein, oder möglicherweise auch ziemlich schlecht.

Bloomberg hatte gestern berichtet, dass die UBS die Vergütung für einige seiner Executive Directors und Managing Directors „umgestalten“ wolle. Gehälter sollen steigen, Boni dagegen sinken. Die Gehälter sollen Berichten zufolge um bis zu 20 Prozent nach oben gehen, die Boni werden im selben Umfang gekürzt, sodass die Vergütung „am Ende gleich“ bleibt.

Die Veränderungen sollen bald in Kraft treten, und zwar rückwirkend zum Januar 2020, was bedeutet, dass die UBS auch den Bonuspool für 2020 antastet.

Hinter der Neuausrichtung steht die Einsicht, dass die UBS führenden Mitarbeitenden bisher zu geringe Gehälter bezahlt und daher höhere Boni ausschütten muss, um mit der Konkurrenz mithalten zu können. Im Zuge der neuen Vergütungsstruktur sollen Boni nur noch an jene fließen, die „out-performt“ haben.

Die neue neuen Vergütungsstruktur wird nicht allen bei der UBS zugute kommen. Bloomberg zitiert „Stimmen“, wonach lediglich Executive und Managing Directors profitieren, „die die Bank halten will“.

Die UBS, die ihren 618 wichtigsten Risktakern an der Spitze des Investmentbankings letztes Jahr ein Durchschnittsgehalt in Höhe von 618.000 CHF (681.000 $) und einen Bonus von 1,2 Mio. CHF bezahlt hatte, dürfte künftig einigen von ihnen Gehälter in Höhe von durchschnittlich 742.000 CHF (und Boni in Höhe von durchschnittlich 458.000 CHF) bezahlen. Führungskräfte, die die Bank nicht halten will, könnten allerdings nach wie vor dasselbe Gehalt bekommen, dafür aber sogut wie keinen Bonus mehr, verbunden mit dem Angebot, die Bank im Rahmen eines speziellen Programms zu verlassen und sämtliche Anteile sofort zu bekommen.

Bei der UBS ist die Vergütung von Mitarbeitenden auf dem Senior-Level damit in Zukunft zweigeteilt: Höhere Gehälter und niedrigere Boni für alle, die man halten will, und gleiche Gehälter und (sehr wahrscheinlich) niedrigere Boni für den Rest.

Angesichts der Tatsache, dass Partner bei Goldman Sachs Gehälter in Höhe von 950.000 $ erhalten, gab es bei der UBS durchaus Spielraum, die Fixgehälter für die Führungsmannschaft anzuheben. Es besteht allerdings die Gefahr, dass sich die Schweizer Bank in eine ähnliche Lage hineinmanövriert wie die Deutsche Bank, die Heerscharen von Senior-Beschäftigten mit hohen Gehältern hat, die man nun nicht mehr losbekommt, weil man sich die dafür nötigen Abfindungszahlungen nicht leisten kann.

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