So sieht das Leben als „Strat“ bei Goldman Sachs aus

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So sieht das Leben als „Strat“ bei Goldman Sachs aus

Es ist allgemein bekannt, dass junge Investmentbanker viele Überstunden machen. Doch gilt das auch, wenn man als „Strat“ (Strategist) in einem Unternehmen wie Goldman Sachs arbeitet? Die Antwort lautet ja (zumindest manchmal). Bis tief in die Nacht muss man als Strat allerdings nicht arbeiten.

Auf einer Veranstaltung mit Studierenden berichtete Nicole, die auf dem Analysten-Level (also Einstiegs-Level) als Global Markets Credit Trading Desk Strategist („Desk Strat“) bei Goldman Sachs in New York tätig ist, dass sie am Tag 12 Stunden und mehr arbeitet.

„Wie mein Arbeitstag aussieht, hängt davon ab, ob ich Dienst im Support habe“, so Nicole. Desk Strats, die Dienst im Support haben, müssen länger arbeiten als Trader, berichtet sie. „Wir sind dafür verantwortlich, dass alles steht, bevor die Trader ins Büro kommen und dafür, dass große Kalkulationen zum Börsenschluss reibungslos ablaufen.“ Konkret bedeutet dass, das man um 6.30 Uhr beginnt und den ganzen Tag hindurch den Tradern zuarbeitet.

„Es bleibt kaum Zeit, etwas zu Mittag zu essen, aber es ist dennoch eine tolle Erfahrung“, so Nicole. „Man bekommt einen Einblick, wie Dinge laufen und wie sich Märkte bewegen.“

Wenn man nicht Dienst im Support hat, gestaltet sich der Arbeitstag wesentlich entspannter. In diesem Fall „konzentriert man sich auf eigene Projekte”, so Nicole. An Nicht-Support-Tagen beginnt sie ihren Arbeitstag um 8 Uhr und beantwortet zunächst E-Mails. Anschließend arbeitet sie an Projekten und nimmt nachmittags an Kundengesprächen teil. Gegen 19 Uhr geht sie zum Sport und isst zu Abend. Je nach Projekt setzt sie sich anschließend noch mal an den Schreibtisch.

Ein Strat ist eine Art Mischung aus quantitativem Researcher und Techie und steht vielen Abteilungen bei Goldman Sachs mit Rat und Tat zur Seite. Im Bereich Securities unterstützen sie als Desk Strats die Trader. „Desk Strats stellen sicher, dass die Platform-Risk-Reports laufen“, so Nicole. „Wir nutzen technologische Tools, um reale Probleme in der Finanzwelt zu lösen.“

Desk Strats sind nicht die einzigen, die bei Goldman Sachs als Strats unterwegs sind. Das Unternehmen beschäftigt auch „Sales Strats“, die Sales-Mitarbeiter unterstützen und dabei helfen, Produkte an Kunden zu vertreiben. Ein Junior-Sales-Strat in New York erklärt, dass es um eine Mischung aus Programmieren und Interaktion mit den Märkten gehe. „Ich schreibe immer noch Code, aber ein großer Teil meines Jobs besteht darin, Produkte zu verstehen, die wir unseren Kunden verkaufen. Ich wollte nie reiner Software-Entwickler werden.“ Sales Strats müssten, so sagt er, immer auf dem Laufenden darüber sein, was an den Märkten passiert und die Nachrichtenlage im Blick behalten.

Wer sich bei Goldman Sachs für eine Position als Junior Strat bewirbt, muss zunächst ein dreistufiges digitales Screening durchlaufen. Erst dann folgt ein persönliches Gespräch. Am Beginn steht ein Hackerrank-Test mit Programmier-Fragen, es folgt ein Hackerrank-Test mit mathematischen Fragen und ein Hirevue interview mit Fragen zum Verhalten. Laut Steve Ekert, der für Goldman Sachs in den USA Studienabsolventen recruitet, sind Leute gefragt, die Eigenschaften wie Integrität und Teamfähigkeit mitbringen.

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