Wer im deutschen Investmentbanking durchstarten will, sollte zu JP Morgan gehen

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Wer im deutschen Investmentbanking durchstarten will, sollte zu JP Morgan gehen

Für das globale Investmentbanking war 2020 eher kein gutes Jahr. Für Deutschland gilt das nicht: Hier gab es einen deutlichen Aufschwung. Was waren die wichtigsten Treiber – und vor allem: Welche Banken haben diesen Aufschwung geprägt?

Neue Zahlen des Beratungsunternehmens Dealogic zeigen, dass im deutschen Investmentbanking 2020 19 Prozent mehr verdient wurde als 2019 – die Umsätze kletterten von 2,2 auf 2,6 Mrd. $. Im europäischen Vergleich rangiert Deutschland damit auf Platz 2, immer noch deutlich hinter Großbritannien (mit Umsätzen in Höhe von 3,9 Mrd. $), allerdings anders als bisher noch vor Frankreich. Nach Angaben von Dealogic hat das deutsche Investmentbanking einen Anteil („share of wallet“) von 15,4 Prozent am europäischen Gesamtmarkt – so hoch war dieser zuletzt vor 15 Jahren.

Beflügelt wurde der Aufschwung durch verschiedene Mega-Deals. An allererster Stelle ist hier der Verkauf der Aufzugsparte von Thyssenkrupp zu nennen, die für rund 17.2 Mrd. € an ein Konsortium aus Advent, Cinven und RAG-Stiftung ging. Umsatztreiber im Investmentbanking waren 2020 laut Dealogic die Bereiche Industrials (671 Mio. $), Finance (615 Mio. $) und Healthcare (352 Mio. $). Bemerkenswert: Der Healthcare-Bereich überholte sowohl den Technologie- und als auch den Energie- und Rohstoffbereich und gehört nun zu den Top3.

Nicht nur das M&A-, sondern auch das ECM-Geschäft erlebte 2020 in Deutschland einen wahren Boom – wenn auch auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Nach Analysen von Dealogic belief sich das Transaktionsvolumen auf 30,2 Mrd. $ ein Anstieg um 108 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Treiber waren vor allem Follow-up-Transaktionen. Auch das DCM-Geschäft legte zu und erreichte 2020 den höchsten Stand seit 2012.

Aus den Daten von Dealogic geht auch hervor, wie sich der Aufschwung auf die einzelnen Banken verteilt, berechnet für die ersten 11 Monate des Jahres 2020. Hier fällt auf, dass gleich dreimal der Name JP Morgan ganz oben steht: Sowohl im Investmentbanking generell, als auch mit Blick auf Umsätze aus dem M&A- und ECM-Geschäft. Einzig im DCM-Geschäft hat die Deutsche Bank noch mehr verdient – hier steht JP Morgan allerdings immerhin auf Platz 2. JP Morgan scheint auf der Überholspur und ist damit sicherlich der Top-Arbeitgeber für alle, die im deutschen Investmentbanking durchstarten wollen.

Dass Banken ihr M&A-Geschäft in Deutschland weiter ausbauen, bestätigt auch eine neue Personalmeldung: Peter Kimpel geht nach zwei Jahren als Deutschlandchef von Barclays zu Citi und wird am Standort Frankfurt Head of Banking, Capital Markets and Advisory (BCMA) für Deutschland und Österreich. Kimpel war 2014 bekannt geworden, als er als er Rocket Internet an die Börse brachte. Vier Jahre lang war er CFO des Tech-Inkubators – ein kurzer Ausflug in die StartUp Welt, denn sein restliches Berufsleben hatte Kimpel ausschließlich im Banking verbracht, unter anderem bei Goldman Sachs.

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Photo by Christian Lue on Unsplash

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