Wie findet man einen Job in der Finanzwelt: Gezielt vorgehen oder bewerben nach dem Gießkannenprinzip?

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Wie findet man einen Job in der Finanzwelt: Gezielt vorgehen oder bewerben nach dem Gießkannenprinzip?

Du suchst einen neuen Job im Banking. Wie stellt man das an – einfach 750 Bewerbungen rausjagen? Oder gezielter vorgehen?

In einigen Branchen mag das Bewerben nach dem Gießkannenprinzip erfolgreich sein – in der Finanzwelt und im Dienstleistungssektor generell ist das meiner Meinung nach nicht der Fall. Hier braucht es eine geschicktere und gezieltere Bewerbungsstrategie.

Unabhängig vom Jobprofil und der Berufserfahrung empfiehlt sich bei der Stellensuche eine gezielte Suchstrategie. Man sollte auf verschiedene Kanäle setzen (Online-Jobsuche, Personalvermittler, Headhunter und Networking) und sich auf ein paar wenige Jobprofile beschränken, die (ausgehend von der eigenen Recherche) realistisch erscheinen und die die eigenen Fähigkeiten, Erfahrungen, Stärken und Motivationsgründe wiederspiegeln. Aus diesen verschiedenen Jobprofilen ergibt sich Plan A, Plan B und Plan C deiner Jobsuche.

So verlockend es sein mag (vor allem, wenn man arbeitslos ist und kein Einkommen hat): Sich nach dem Gießkannenprinzip zu bewerben funktioniert nur selten. Stattdessen…

  • Verschwendet man dadurch wertvolle Zeit und Kraft, die man stattdessen in das Bewerben auf die passenden Stellen stecken könnte.
  • Verwischt man das eigene Profil und vermittelt den Eindruck, händeringend auf der Suche zu sein, was man – wenn man den nächsten Schritt machen will – dringend vermeiden sollte.
  • Passiert es schnell, dass man verschiedene Stellen, auf die man sich beworben hat, miteinander verwechselt (was Personaler und Arbeitgeber sofort bemerken).
  • Kommt es vor, dass man am Ende auf einer Stelle landet, die einen nicht besonders interessiert oder motiviert und man sich schneller als man denkt erneut auf Jobsuche begeben muss.

Wer in der Finanzwelt auf dem „senior“ oder „executive“ Level tätig war, wird wohl ohnehin nur eine Handvoll Stellen finden, die infrage kommen. Auf diesem Level werden viele Stellen von Headhuntern besetzt oder nicht öffentlich ausgeschrieben – aus diesem Grund kann es für erfahrene Banker länger dauern als eigentlich nötig, einen neuen Job zu finden. Wer sich aus einer Anstellung heraus nach dem Gießkannenprinzip bewirbt, sollte bedenken, dass es durchaus sein kann, dass sich beim aktuellen Arbeitgeber und im eigenen Netzwerk herumspricht, dass man wahllos Bewerbungen rausschickt.

Stattdessen sollte man sich an eine gezielte Suchstrategie halten. Man sollte sich nie auf mehr als ein Stellenprofil (oder höchstens zwei) bewerben. Mit der Zeit hat man so vermutlich Bewerbungsgespräche bei verschiedenen Unternehmen und kann dann unterschiedliche Chancen und Angebotspakete miteinander vergleichen.

Am wichtigsten aber ist: Wenn man gezielt vorgeht, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man mit den richtigen Unternehmen die richtigen Gespräche führt. Das erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Jobsuche kurz-, mittel- und langfristig.

Dan Whitehead ist Gründer von City Career LAB (a career coaching company) und hat über 20 Jahre Erfahrung im Recruitment und der Nachwuchsgewinnung im Finanzsektor.

 

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