Sales-Stellen verlagern sich nach Paris, Trading-Stellen weniger

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Sales-Stellen verlagern sich nach Paris, Trading-Stellen weniger

Der Brexit ist da und die Banken haben im ersten Quartal ihre Fixed-Income-Sales-Teams in der EU aufgestockt. Neueinstellungen im Trading dagegen finden immer noch hauptsächlich in London statt.

Daten der Personalberatungsgesellschaft Eton Clark zeigen, dass sich über die Hälfte der Stellen, die im ersten Quartal im europäischen Fixed Income Sales besetzt wurden, in der EU und nicht in der Londoner City befinden. Im Gegensatz dazu sind Stellen im Trading weiterhin hauptsächlich in London angesiedelt.

Der Wandel bei den EU-Neueinstellungen steht im Zusammenhang damit, dass Banken dazu verpflichtet sind, ihr Sales-Geschäft mit EU-Kunden nach dem Brexit in die EU zu holen. Die Stellen, die im Sales neu besetzt wurden, verteilen sich gleichmäßig auf Paris und Frankfurt, mit einer Handvoll weiterer Besetzungen in Madrid, Stockholm, Wien und Brüssel.

Zu den Neuzugängen in Q1 in Paris zählen Veronika Garo (neu bei Tradition), Jonas Larsson (neu bei der Deutschen Bank), Nora Choukrani (neu bei Nomura), Emma Spaninks (neu bei J.P. Morgan) und Charles Fournel (neu bei HSBC). 

Zu den neuen Sales-Köpfen in Frankfurt gehören Stefano Rao und Felix Helbig, die zu Morgan Stanley gewechselt sind, Carlos Astigarraga (neu bei Berenberg), Jerome Tournier (neu bei SMBC Nikko) und Timo Becker, der beim Bankhaus Metzler angefangen hat.

Parallel zu den vorgenommenen Neubesetzungen haben Banken Sales-Mitarbeiter von London in die EU verlegt. Im neu erschienenen Geschäftsbericht der J.P. Morgan AG in Deutschland ist zu lesen, dass die Zahl der dortigen Angestellten von 361 im Jahr 2019 auf durchschnittlich 626 in 2020 angestiegen ist – am stärksten wurde der Personalbestand in Paris aufgestockt. J.P. Morgan erklärt, dass der Abzug der Mitarbeitenden aus London erst Ende Dezember 2021 abgeschlossen sein wird. Morgan Stanley gab diese Woche bekannt, dass in Paris dieses Jahr 50 Leute hinzukommen sollen (aktuell hat die Bank dort 150 Angestellte) und dass sich die Belegschaft in Paris bis 2024 verdoppeln werde.

Neben der Erkenntnis, dass neue Sales-Stellen sich in die EU verlagern, betont Eton Clarke, dass es sich bei den Neueinstellungen im Fixed-Income-Markets im Q1hauptsächlich um Männer handelte, insbesondere im Trading. In der Eton Clarke-Stichprobe liegt der Frauenanteil bei den Neubesetzungen im Sales bei 21 Prozent, im Trading nur bei 12 Prozent. Akshay Mirpuri, Head of Fixed-Income-Trading-Recruitment bei Eton Clarke, erklärte: „Es ist toll, dass Banken Diversity und Inklusion vorantreiben und Frauen ermutigen, an Bord zu kommen. Wir haben schon viel geschafft, aber es gibt noch viel zu tun.“

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