Die 2022-er Boni bei J.P. Morgan könnten ganz ok sein
Es geht los. Als erste Bank hat J.P. Morgan soeben Ergebnisse für das dritte Quartal vorgelegt und auch wenn es im Investmentbanking nicht so gut aussieht, dürften die Boni bei J.P. Morgans Corporate and Investment Bank (CIB) in diesem Jahr ganz ok sein.
Wie das Schaubild unten zeigt, hat das dritte Quartal das Abschneiden der einzelnen Geschäftsbereiche bezogen auf das Gesamtjahr kaum verändert: Für Banker am Aktienmarkt sieht es immer noch düster aus. Der Verkauf und der Handel mit festverzinslichen Wertpapieren läuft indes ganz gut.
Auch wenn der Nettogewinn in der Unternehmens- und Investmentbank in den ersten neun Monaten um 30 Prozent eingebrochen ist, gab J.P. Morgan heute bekannt, dass die „ertragsbezogenen Aufwendungen“ in diesem Jahr gestiegen seien. Ertragsbezogene Aufwendungen können gleichbedeutend mit „Boni“ sein, und im dritten Quartal hat die Bank 17 Prozent mehr für Vergütungen im Bereich CIB ausgegeben als im dritten Quartal 2021. Ein Teil davon wird durch die gestiegene Mitarbeiterzahl (8 Prozent mehr als im Vorjahr) bedingt sein, aber es sieht eindeutig danach aus, dass der Bonuspool aufgestockt worden ist. Am meisten profitieren dürften die Fixed Income Sales People und Trader bei J.P. Morgan.
Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche bei J.P. Morgan 2022
Trotz der düsteren Entwicklung im Investmentbanking hat J.P. Morgan im dritten Quartal auch im Bereich CIB (der das Firmenkundengeschäft und die Wertpapierdienstleistungen umfasst) Personal eingestellt. Zwischen Ende Juni und Ende September kamen 2.350 neue Mitarbeitende hinzu, was einem Anstieg von 3 Prozent entspricht.
Als J.P. Morgan im Juli Ergebnisse für das zweite Quartal vorlegte, sagte CFO Jeremy Barnum, dass sich die Hiring-Strategie der Bank nicht verlangsame. Wenn überhaupt, so Barnum, könnte der Personalbestand „noch schneller steigen, da wir unsere Hiring-Kapazitäten sozusagen hochgefahren haben“.
J.P. Morgan schraubt die Technologieausgaben bankenweit auf 14 Mrd. US-Dollar hoch und kündigte unlängst an, im Tech-Bereich 2.000 neue Stellen zu schaffen. Die Ausgaben für Technologieausrüstung und Kommunikation sind in den ersten neun Monaten allerdings um 5 Prozent zurückgegangen, auf 7,1 Mrd. Dollar. Darin nicht enthalten sind die Vergütungen im Technologiebereich.
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