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Wir wird die kommende Bonusrunde? Was wir aus den einzelnen Banken hören

Gibt es eine Bank, bei der es dieses Jahr gute Boni gibt? So sieht es aktuell bei den großen Häusern aus.

Boni bei Bank of America

Bank of America hat sich öffentlich kaum zu den Bonusplänen für dieses Jahr geäußert. Intern gibt es Befürchtungen, dass die Verpflichtung der Bank, keinen umfassenden Personalabbau vorzunehmen, sondern stattdessen einen Einstellungsstop zu verhängen, dazu führen könnte, dass der Gehaltspool überstrapaziert wird und Gehaltserhöhungen aufgeschoben werden. Dabei wird jedoch übersehen, dass Bank of America im vergangenen Jahr netto 5.000 Leute entlassen hat (inklusive Studierenden sind es sogar 7.500).  

Wenn Bank of America angemessene Boni zahlen möchte, könnte sie das wahrscheinlich auch. Das Investmentbanking-Geschäft hat sich dieses Jahr gut entwickelt, wobei die Fees im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert geblieben sind und die Gewinne im gesamten Bankgeschäft (zu dem auch das Firmenkundengeschäft und die Transaktionsdienste gehören) um 45 Prozent gestiegen sind. Die BofA hat Grund, ihre Mitarbeitenden bei Laune zu halten: Letztes Jahr hatte sie laut Financial News die Boni der europäischen Dealmaker um 30 Prozent gekürzt.

Boni bei Barclays

Was wird bei Barclays dieses Jahr aus den Boni? Im Februar 2024 werden im Investmentbanking bei Barclays Berichten zufolge neue Eigenkapitalrenditeziele in Kraft treten, die bei 14 bis 15 Prozent liegen könnten und entweder große Kostensenkungen, ein Zurückfahren der risikogewichteten Aktiva oder deutlich mehr Umsatz verlangen. Dies könnte jedoch ein letztes Bonus-Hurra nicht ausschließen.

Dank der Lockerung der Bonusobergrenze für Banken in Großbritannien steht es Barclays hypothetisch frei, höhere Boni zu zahlen. Ob Barclays höhere Boni zahlt oder nicht, bleibt jedoch abzuwarten, vor allem weil Paul Compton nun das zweite Jahr in Folge über den Bonuspool der Investmentbank entscheidet.

Im vergangenen Jahr waren die Boni bei Barclays um 20 Prozent eingebrochen. Dennoch gab es bei der Bank 698 Mitarbeitende, die mehr als 1 Million Euro verdienten – 2019 waren es nur 537. Insider aus der Bank berichten, ihnen sei gesagt worden, dass sie dieses Jahr mit weniger rechnen müssten. In den USA könnte die Bereitschaft von Barclays, für 2023 hohe Boni zu zahlen, gedämpft werden – hier musste die Bank aufgrund von Kündigungen viel Geld in die Hand nehmen, um neue M&A-Banker:innen einzustellen. Die Kündigungen waren dem Vernehmen nach darauf zurückzuführen, dass die Bank die für 2022 mündlich zugesicherten Boni nicht bezahlt hat.

Boni bei BNP Paribas

Auch BNP Paribas könnte seine Banker:innen dieses Jahr gut bezahlen: Die Gewinne im globalen Bankgeschäft sind im dritten Quartal um 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Wie wir seinerzeit feststellten, lag das jedoch hauptsächlich an den Securities Services. Im vergangenen Jahr hatte sich BNP großzügig gezeigt: Die Gesamtvergütung für die Material-Risk-Taker (die Spitzenverdiener) in der Unternehmens- und Investmentbank stieg um 17 Prozent auf durchschnittlich 876.000 Dollar.

Boni bei Citi

Citi dürfte aufgrund der Umstrukturierung wenig motiviert sein, großzügige Boni zu bezahlen. Citi durchpflügt aktuell seine Management-Hierarchie und bereinigt den Personalüberhang – scheinbar, damit man diesen Mitarbeitenden im Januar keine Boni mehr zahlen muss.

Zu den Gehaltsplänen für dieses Jahr hat sich Citi bislang nicht geäußert. Der Gewinn in der Institutional Clients Group ist in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 „nur“ um 10 Prozent gesunken.

Boni bei der Deutschen Bank 

Wird die Deutsche Bank für 2023 gute Boni zahlen? Letztes Jahr hatte sie den Bonuspool für die Investmentbank um 8 Prozent gekürzt. Dass es dieses Jahr eine Trendwende gibt, ist unwahrscheinlich: Für Gehälter wurde in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 5 Prozent mehr ausgegeben, die Zahl der Mitarbeitenden in der Investmentbank stieg jedoch um 14 Prozent. Die Deutsche Bank hat im Investmentbanking mindestens 50 Managing Directors (MDs) neu eingestellt, die Einnahmen sind jedoch nicht entsprechend: Die M&A-Umsatz ist in den ersten neun Monaten 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 46 Prozent zurückgegangen.

Wenn jemand bei der Deutschen Bank im Jahr 2023 gut bezahlt wird, dann wahrscheinlich die Mitglieder des Distressed-Debt-Teams. Ein M&A-Banker sagt, die Bank konzentriere sich bei der Bezahlung auf Spitzentalenten und wolle Diversity fördern.

Als eine in Deutschland beaufsichtigte Bank ist die Deutsche Bank ohnehin an die Bonusobergrenze gebunden. Dasselbe gilt für die oben genannte BNP Paribas.

Boni bei Goldman Sachs

Goldman Sachs hat ein schlechtes Jahr hinter sich, aber bei den Führungskräften sind Boni ein Thema.

Der Nettogewinn der Bank ist in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 34 Prozent gesunken, das durchschnittliche Pro-Kopf-Gehalt stieg indes von 232.000 Dollar in den ersten neun Monaten des Jahres 2022 auf 259.000 Dollar im gleichen Zeitraum dieses Jahres.

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Goldman-Sachs-CFO Denis Coleman sagte, dass das Unternehmen seine Mitarbeitenden großzügig bezahlen müsse, da ein harter Wettbewerb um Fachkräfte herrsche. Dies wurde von CEO David Solomon bekräftigt, der erklärte, der Wettbewerb um Talente sei „sehr, sehr intensiv“. Berichten zufolge werden Mitarbeitende im Asset Management einen größeren Teil ihres Gehalts in Form von Beteiligungen erhalten. Reuters berichtet, dass die Bank über höhere Zahlungen für ihre Stars diskutiere. Einige in der Bank sagen, dass „rumort“ werde, dass diese für die magere Bezahlung im Vorjahr entschädigt werden sollten.

Boni bei Morgan Stanley

Wird James Gorman mit Geld um sich werfen, um sein letztes Jahr an der Spitze zu feiern? Vielleicht nicht, aber einige Zeichen deuten auf Großzügigkeit.

Für Gehälter wurde im Investmentbanking bei Morgan Stanley in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 im Vergleich zum Vorjahr 1 Prozent mehr ausgegeben. Das mag nicht vielversprechend klingen, Morgan Stanley hat im selben Zeitraum allerdings auch 3.500 Mitarbeitende entlassen und Gorman hat Dinge geäußert wie: „Die echten High-Performer sind in der ganzen Branche begehrt“ – er könnte also dazu tendieren, diese großzügig zu vergüten.

Manche Insider bei Morgan Stanley sagen dass sie über die diesjährige Vergütung wenig Gutes hören. Andere (im Aktienbereich) berichten, dass ihnen gesagt wurde, dass sie sich auf einen Bonus-Rückgang um 20 Prozent einstellen sollten.

Boni bei UBS 

Die UBS treibt die Integration der Credit Suisse voran und hat bislang 500 Mio. Dollar für aufgeschobene Credit-Suisse-Boni ausgegeben, sodass sie sich dieses Jahr entsprechend wenig großzügig zeigen könnte.

Gleichzeitig wird man die eigenen Leute bei der Stange halten müssen. Letztes Jahr waren die Boni für die wichtigsten Risk-Taker bei der UBS um 20 Prozent gesunken, der Bonuspool insgesamt um 10 Prozent. Die Betriebsausgaben im Investmentbanking sind in den ersten neun Monaten 2023 um fast 500 Mio. Dollar gestiegen, was jedoch vor allem Technologieausgaben und keine Bonusgelder sein dürften. Nichtsdestotrotz bleiben Insider der UBS hoffnungsvoll und merken an, es sei ein „schwieriges Jahr“ gewesen.

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AUTORSarah Butcher Globale Redaktionsleiterin mit Sitz

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