A day in the life: Ein Arbeitstag als Banking & Capital Markets Auditorin bei Deloitte
Bella Smith ist Senior Analystin im Bereich Audit & Assurance von Deloitte UK und arbeitet in London. Sie hat Economics an der University of Bristol studiert und kam im September 2025 ins Graduate-Programm von Deloitte. So sieht ein typischer Tag bei ihr aus.
7:15 Uhr: Ich wache auf und starte den Tag mit einem Kaffee – ein kurzer Moment nur für mich, bevor ich mich fertig mache. Um 8 Uhr verlasse ich meine Wohnung und nehme die U-Bahn ins Büro. In der „Busy Season“ arbeite ich oft vor Ort bei dem Unternehmen, das wir gerade prüfen. Im Rest des Jahres pendle ich zwischen Deloitte-Büro und Homeoffice.
8:45 Uhr: Wenn ich im Büro ankomme, checke ich mein Postfach und sortiere meine Prioritäten für den Tag. Aktuell arbeite ich an der Prüfung eines großen Finanzdienstleisters, der auf Handel, Derivate und Brokerage spezialisiert ist.
9:30 Uhr: Wir haben jeden Tag ein Team-Meeting, in dem wir Fortschritte und Herausforderungen besprechen und die Arbeit für den Tag planen. Audit ist Teamarbeit – daher ist ein regelmäßiger Austausch mit meinem Team unverzichtbar.
10:00 Uhr: Ich habe einen Call mit meiner ACA-Talent-Betreuerin (Associate Chartered Accountant), um meinen Fortschritt bei der Qualifikation zu besprechen. Das ACA-Programm kombiniert Fachprüfungen mit praktischer Berufserfahrung. Parallel zu einer Vollzeitstelle dafür zu lernen, ist nicht immer leicht, aber es lohnt sich. Ich habe mittlerweile acht Prüfungen bestanden und bin auf gutem Weg, 2028 als „Chartered Accountant“ zertifiziert zu werden.
10:30 Uhr: Den Vormittag verbringe ich mit der Datenanalyse für eine Risikoeinschätzung zu bestimmten Derivate-Positionen. Mittlerweile nutze ich KI deutlich häufiger, um meine Arbeit zu beschleunigen und erste Analysen zu erstellen, die ich anschließend mit eigenem Fachwissen und weiterer Recherche prüfe. Die Technologie hilft uns, Bewegungen bei wichtigen Bilanzpositionen nachzuvollziehen und ungewöhnliche Veränderungen in der Zusammensetzung von Konten zu erkennen – Dinge, die früher schwerer aufzuspüren waren oder viel Zeit bei der Prüfung gekostet hätten. Offene Fragen bespreche ich direkt mit dem geprüften Unternehmen, damit ich die wirtschaftlichen Gründe hinter bestimmten Veränderungen nachvollziehen kann. Zu verstehen, wie Unternehmen im Detail funktionieren, ist für mich eine der spannendsten Seiten meiner Arbeit.
12:30 Uhr: Zeit fürs Mittagessen! Ich nehme mir eine volle Stunde, hole mir meist etwas in der Nähe und tausche mich mit Kolleg:innen über Job und Privates aus. Einer meiner Lieblingsorte in Büronähe ist ein Sandwich-Laden namens Dilieto.
13:30 Uhr: Nach dem Mittagessen schließe ich die Risikoeinschätzung auf Basis meiner Datenanalysen ab. Dabei geht es darum, das Risiko einer Falschangabe bei der jeweiligen Bilanzposition zu bewerten – davon hängt ab, welche Prüfungshandlungen wir durchführen. Ich bespreche technische Fragen mit einer erfahreneren Kollegin und frage, ob sie zu ähnlichen Ergebnissen kommt. Das direkte Feedback hilft mir enorm dabei, mich weiterzuentwickeln.
15:00 Uhr: Den Großteil meines Nachmittags widme ich meiner To-do-Liste, die sich im Jahresverlauf stark verändert. Wenn gerade keine Jahresabschlüsse anstehen (wie aktuell) verbringe ich mehr Zeit damit, die internen Kontrollen der Mandanten zu verstehen und zu testen – wir schauen uns an, wie eine Kontrolle in der Praxis tatsächlich funktioniert. Je näher der Jahresabschluss rückt, desto mehr verschiebt sich der Fokus auf die substanzielle Prüfung: Wir testen Transaktionen, Bilanzpositionen und Belege direkt, um die Richtigkeit der Zahlen im Jahresabschluss zu überprüfen. Die Jahresabschlussphase ist intensiver, mit knapperen Deadlines und längeren Arbeitstagen – gleichzeitig ist sie unglaublich lehrreich, und es macht richtig Spaß, gemeinsam mit meinem Team unter Zeitdruck zu arbeiten.
16:30 Uhr: Ich nehme an einer Speaker-Reihe des Women's Network Committee teil, bei der eine Audit-Partnerin von ihren Erfahrungen als Frau im Audit-Bereich erzählt und davon, wie sie Karriere und Kinder miteinander vereinbart. Was sie erzählt, inspiriert und motiviert mich – und gibt mir eine wertvolle Perspektive auf die Karriereentwicklung bei Deloitte.
17:30 Uhr: Um diese Jahreszeit verlasse ich das Büro meist gegen 17:30/18 Uhr und gehe nach Hause und gehe mit meinen Mitbewohnerinnen joggen.
20:30 Uhr: Nach dem Workout kochen und essen wir gemeinsam zu Abend und lassen den Abend langsam ausklingen. Vor dem Schlafen lese ich – aktuell die Fantasy-Reihe „Throne of Glass“. Für mich ist das der perfekte Ausklang nach einem vollen Tag.
Dieser Beitrag wurde im Namen von Bella Smith von Deloitte verfasst.
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