„Ich habe einen muslimischen Namen und habe auf meine 2.400 Banking-Bewerbungen nur Absagen bekommen“
Ich bin Consultant mit vielen Jahren Berufserfahrung bei einer großen europäischen Bank. Wie bei der Stellensuche üblich, habe ich sehr viel Zeit in das Schreiben von Bewerbungen gesteckt und in Einstellungsverfahren, die langwierig und ineffizient sind. Dabei ist mir aufgefallen, dass manche Bewerber deutlich schneller eine neue Stelle finden als andere.
Aus Neugier änderte ich meinen Namen in den Bewerbungen von einem offensichtlich muslimischen Namen zu einem Namen, der eher französisch klang. In nicht einmal drei Monaten bekam ich mehr Rückmeldungen als in den vorherigen knapp zwei Jahren aktiver Jobsuche, in denen ich mich mit meinem richtigen Namen beworben hatte.
Dabei hatte ich wirklich alles versucht, bevor ich den Namen geändert habe. Letztes Jahr habe ich 2.000 Bewerbungen verschickt, 2024 waren es 400. Ich habe keine Einladungen zu Vorstellungsgesprächen erhalten, nicht einmal eine positive Rückmeldung.
Mir geht es nicht um Mitleid. Ich möchte nur zeigen, dass die westlichen Einstellungsverfahren undurchsichtig, feige und äußerst ineffizient sind. Sie vergeuden die Zeit derer, die sich auf diese Stellen bewerben, aber auch die Ressourcen der Unternehmen, was möglicherweise das Vertrauen von Bewerber:innen und potenziellen Kund:innen kostet.
Es hat Schritte in die richtige Richtung gegeben, was die Transparenz in diesem Prozess angeht. Vor ein paar Jahren wäre es für ein Unternehmen noch sehr gewagt gewesen, in der Stellenbeschreibung eine Gehaltsspanne anzugeben, heute ist dies viel üblicher und in einigen Ländern sogar gesetzlich vorgeschrieben. Ist es also zu viel verlangt, von Recruitern mehr Transparenz zu fordern?
Es mag manche überraschen, aber ich denke, wir sollten es erlauben, dass in Stellenanzeigen rassische, ethnische oder religiöse Präferenzen genannt werden. Man mag das als Diskriminierung bezeichnen, aber tatsächlich sind Stellenausschreibungen per se diskriminierend... im Sinne von Fähigkeiten, Persönlichkeit, Erfahrung, Standort usw. Jeder Mensch hat das Recht, sich seine Bekannten auszusuchen – warum wird dieses Recht moralischen Instanzen und ihren Personalverantwortlichen verweigert?
Unternehmen sollten den Mut haben, bestimmte Profile offen zu bevorzugen, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Der Westen hält die Fahne hoch für Recht und Freiheit, doch anstatt diese Freiheit in vollem Umfang auszuschöpfen, kastrieren wir uns wegen politischer Korrektheit.
Für Kleingeister mag das schockierend klingen, aber ich hoffe, dass es Anstoß für eine interessante Debatte gibt. Lasst mich in den Kommentaren wissen, was Ihre dazu denkt.
Zerab Assad ist ein Pseudonym.
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