Ein Chart, der gegen den Einstieg ins Fixed Income-Geschäft der Deutschen Bank spricht
Keine Frage: Das Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen (Fixed income, currencies and commodities, FICC) hat ein schwieriges Jahr hinter sich, wobei es die Deutsche Bank ganz besonders arg traf. So brachen bei dem Institut die Erträge von FICC allein im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 31 Prozent ein. Im gesamten Investmentbanking purzelten die Erträge um 27 Prozent auf weniger als 2,5 Mrd. Euro.
Dabei stammt der derzeitige Co-Chef der Deutschen Bank Anshu Jain selbst aus dem FICC-Geschäft und stand in der Vergangenheit unbeirrt zu dem Sektor, auch nachdem dieser durch die höheren Eigenkapitalanforderungen durch Basel III weniger profitabel wurde als in der Vergangenheit. Ein Grund für das Festhalten war der sehr hohe Marktanteil der Deutschen Bank von weltweit 10 Prozent und mehr. Dadurch konnte das Geschäft trotz des Kostenproblems noch lukrativ betrieben werden, so lautete damals die Überlegung.
Doch diese Zeiten könnten passé sein. So hat Huw van Steenis, Head of European financial research bei der US-Investmentbank Morgan Stanley jetzt einen beunruhigenden Chart veröffentlicht. Demnach zeigt der Trend beim weltweiten FICC-Marktanteil der Deutschen Bank nach Süden. Van Steenis prophezeit, dass sich der Abwärtstrend in 2014 fortsetzen werde.
Unterdessen hat Jain für das FICC-Geschäft bei der jüngsten Analysten-Konferenz vor einer Woche einen kleinen Kurswechsel angekündigt. Demnach gehe es künftig nicht mehr allein um den Marktanteil, sondern auch um die Profitabilität. Damit könnten auf so manchen Mitarbeiter der Sparte schwierige Zeiten zukommen.
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