Von wegen Niedergang: Hat die Deutsche Bank wirklich die zufriedensten Mitarbeiter?

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Für Erstaunen sorgt eine Umfrage nach der Mitarbeiterzufriedenheit bei der Deutschen Bank. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg stehen 56 Prozent der Beschäftigten auch weiterhin zur Deutschen Bank. 50 Prozent hätten bei der internen Umfrage sogar angegeben, „stolz“ auf ihren Arbeitgeber zu sein, was in etwa den Vorjahreswerten entspricht. Angesichts des dritten Verlustjahres in Folge und der nicht enden wollenden Restrukturierungen handelt es sich um ein reichlich sonderbarer Ergebnis. Allerdings wundern sich auch Headhunter in Frankfurt über die ausbleibenden Anrufe von verzweifelten Deutsche Bank-Mitarbeitern.

Bemerkenswerterweise werden die Ergebnisse auch von einer neuen internationalen Umfrage zur Vergütungszufriedenheit von eFinancialCareers gestützt. An der Umfrage haben über 3000 Finanzprofis teilgenommen. Dabei gaben 46 Prozent der teilnehmenden Mitarbeiter an, mit ihrer Bezahlung zufrieden zu sein. 29 Prozent waren unzufrieden und 25 Prozent neutral. Damit schnitt die Deutsche Bank ausgerechnet bei der Vergütungszufriedenheit am besten von allen großen Investmentbanken ab.

So zeigten sich lediglich 31 Prozent bei Goldman Sachs und 30 Prozent bei JP Morgan mit ihrer Bezahlung zufrieden. Damit landeten die beiden renommierten US-Investmentbanken sogar noch hinter Barclays und HSBC mit 40 bzw. 35 Prozent.

Das Kalkül des ehemaligen Konzernchefs John Cryan, die Mitarbeiter mit einem Bonusfüllhorn von rund 2,3 Mrd. Euro von einem Abgang aufzuhalten, scheint also aufzugehen. Ob dies unter dem Spardiktat des neuen Deutsche Bank-Chefs Christian Sewing weitergeht, wird die Zukunft zeigen.

Falls Sie eine vertrauliche Nachricht, einen Aufreger oder einen Kommentar loswerden wollen, zögern Sie nicht! Schreiben Sie einfach an Florian Hamann. fhamann@efinancialcareers.com

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