Banken-Boni waren bisher schon mager – jetzt könnten sie noch weiter schmelzen

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Banken-Boni waren bisher schon mager – jetzt könnten sie noch weiter schmelzen

Wie bereits wir bereits berichtet hatten, als die Vergütungsberatung Johnson Associates ihren Bericht zur Banken-Vergütung veröffentlicht hat, könnten die Investmentbanking-Boni 2021 einen Höchststand erreicht haben, der nur einmal im Jahrzehnt vorkommt. Da die Umsätze zurückgehen, könnte es dauern, bis Boni wieder an diese Größenordnung heranreichen.

Heute nun hat Johnson Associates die Prognose für die Banken-Boni im Jahr 2022 aktualisiert. Während die Boni im Sales and Trading immer noch gut aussehen, haben sich die Aussichten für M&A-Boni eingetrübt. Im Mai ging Johnson von einem Rückgang von 15 bis 20 Prozent aus. Jetzt wird ein Rückgang um 20 bis 25 Prozent als wahrscheinlicher angesehen.

Das untenstehende Diagramm zeigt die angepasste Prognose von Johnson Associates. Nicht nur die M&A-Banker sehen einer weniger glänzenden Zukunft entgegen: Auch die Private-Equity-Beschäftigten der Mega-Fonds müssen jetzt mit einem möglichen Rückgang ihrer Boni um 5 Prozent rechnen. Im Mai war Johnson noch davon ausgegangen, dass sie auf demselben Niveau bleiben würden.

Die gute Nachricht ist, dass sich die Schwierigkeiten in den Investmentbanking-Abteilungen nicht auf die Markets-Bereiche auszuwirken scheinen, wo die Boni weiterhin im gleichen Umfang wie bisher steigen dürften. Sales-Leute und Trader im Bereich Fixed Income haben am meisten Glück. Johnson schlüsselt sie nicht nach Produkten auf, aber bei Makro-Tradern werden dieses Jahr die Boni am meisten zulegen – egal ob sie bei Banken oder Hedgefonds tätig sind.

Die Eintrübung bei den Bonus-Aussichten im Investmentbanking-Bereich entspricht den miserablen Umsätzen im zweiten Quartal. Die Banking-Analysten der Deutschen Bank stellen fest, dass die Fees im Bereich Equity Capital Markets bei US-Banken im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 79 Prozent gesunken sind, die Fees im Bereich Debt Capital Markets sind um 50 Prozent zurückgegangen, im M&A-Advisory sanken sie um 12 Prozent.

Die Markets-Umsätze haben allerdings zugelegt. Nach Angaben der Deutsche-Bank-Analysten sind die Umsätze aus dem Fixed Income Currencies and Commodities Trading im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent gestiegen. Die Umsätze aus dem Equities Sales and Trading haben um 9 Prozent zugelegt.

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