Wenn Du Juniorbanker bist und einen schrecklichen Chef hast

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Wenn Du Juniorbanker bist und einen schrecklichen Chef hast

Wenn du diesen Sommer als Praktikant oder als Analyst im Banking anfängst, gibt es eine Sache, die du wissen solltest. Nicht jeder im Banking ist ein guter Chef. Wenn du Pech hast, bekommst du eine Art von Mensch als Chef, die dir bisher noch nie so begegnet ist.

Es gibt zwei Arten von schlechten Managern bei Banken.

Es gibt die Art von schlechten Chefs, die eigentlich nett sind, aber das Führen nie gelernt haben und Manager sind, weil sie so mehr verdienen. Als ehrgeiziger Junior kann man mit solchen Leuten gut umgehen – du weißt, dass sie nett sind, dass sie dich an Deals mitarbeiten lassen, sich bei den Bonus-Verhandlungen für dich einsetzen und generell die Hand über dir halten.

Hast du so eine Art Chef, musst du dich nach oben orientieren. Sei proaktiv, gib immer einen kurzen Status, wenn du aus einem Meeting zurückkommst und bitte die Sekretärin, dich auf dem Laufenden zu halten über Meetings und dergleichen.

Die zweite Art schlechter Chefs ist weitaus problematischer. Das sind diejenigen, die einfach schlechte Menschen sind. Sie sitzen von Mittwoch bis Freitagnachmittag an einem Mark-Up und rufen dich dann am Freitag an und wollen einen überarbeiteten Entwurf bis Samstagmorgen. Theoretisch sollten sie durch die verpflichtenden freien Wochenenden der Banken entmachtet worden sein. Tatsächlich gibt es sie aber immer noch. Und sie können dein Leben in einen Albtraum verwandeln.

Wenn du einen dieser schlechten Chefs abbekommst, gilt: Versuch möglichst schnell von ihm oder ihr loszukommen. Solche Menschen sind unglaublich politisch und rachsüchtig sein. Es kann passieren, dass man einfach unter ihnen festsitzt und nichts dagegen tun kann, weil sie zu wichtig sind oder zu viel Geld verdienen, als dass man von ihnen loskommen könnte. In diesem Fall musst du vielleicht das Unternehmen verlassen (und zögere nicht, das zu tun, wenn es nötig ist – ich kenne viele Leute, denen das passiert ist und die von einem Wechsel profitiert haben).

Manchmal musst du selbst die Machtspielchen mitmachen. Du kannst Schutz suchen bei anderen Managern, mit denen du zusammenarbeitest. Übernimm so viel Arbeit wie möglich von guten Managern, denn diese sind sich oft ihrer schwierigen Kollegen bewusst. Ein Director hat mich einmal vor einem sehr ranghohen Managing Director (MD) geschützt, indem er dafür gesorgt hat, dass ich immer etwas für ihn zu tun hatte und eingeschritten ist, wenn der MD versuchte, mir zusätzlich noch Arbeit aufzubürden.

Es ist nicht leicht, aber in jedem Fall sollte man versuchen, Abstand zu gewinnen. Bankenjobs sind nicht einfach, und sich im Machtgerangel zurechtzufinden ist eine Kunst für sich. Es ist hart, ins kalte Wasser geworfen zu werden – aber nur so lernt man und kann sich in der Branche einen Namen machen.

Darsh Haines ist das Pseudonym eines ehemaligen Bankers, der mittlerweile Investor ist

 

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