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Deutscher Banken-CEO sagt, dass Stellen abgebaut werden müssen

In den ersten Tagen der Pandemie sorgte es für Aufsehen: Angesichts einbrechender Umsätze und einer Belegschaft in Todesangst gaben die Banken die Zusage, keine Arbeitsplätze abzubauen. Drei Jahre später kommt dieses Versprechen nun auf den Prüfstand: Die Banken haben zu viel Nachsicht walten lassen, und darum müssen jetzt umso mehr Leute gehen.

Einige Banken geben sich noch immer freundlich. So hat etwa Bank of America erklärt, dass keine Arbeitsplätze abgebaut werden und man stattdessen darauf setze, dass Leute freiwillig gehen und freiwerdende Stellen nicht nachbesetzt werden. UBS-CEO Ralph Hamers zeigt sich ähnlich großmütig: Die Bank sei nicht im Sparmodus, sagte Hamers Anfang des Monats – man werde keinen umfassenden Stellenabbau vornehmen, sondern neues Personal einstellen, und zwar sowohl im Asset- und Wealth Management als auch im Investmentbanking, wo neue Deal-Maker, vorzugsweise von Elite-Boutiquen gesucht werden.

Die diese Woche vorgelegten Q4-Ergebnisse bei UBS machen deutlich, dass diese Strategie Risiken hat. Während die Investmentbanking-Umsätze im Jahresvergleich um 24 Prozent zurückgingen, sind die Kosten um 3 Prozent gestiegen, zum Teil wegen höherer „variabler Vergütungen“ (Boni), die vermutlich an M&A-Banker und Fixed-Income-Trader in Asien geflossen sein dürften, die im letzten Jahr gut abgeschnitten haben. In der Folge machten die Kosten 93 Prozent des Umsatzes aus – im vierten Quartal 2022 waren es 69 Prozent im 4.

Kann es sich UBS angesichts dieser gefährlich hohen Kostenquote leisten, weiterhin Deal-Maker einzustellen, ohne an anderer Stelle drastisch zu sparen? Hamers glaubt, dass es geht – aber es gibt auch Nörgler, die das anders sehen.

Einer von ihnen ist David Mortlock, Managing Partner bei der deutschen Bank Berenberg. Berenberg hat im vergangenen Jahr zweimal Stellen gestrichen und die Boni beinahe auf Null gesetzt. Das sei richtig gewesen, so Mortlock gegenüber Financial News: Die Lage werde sich 2023 nicht dramatisch verbessern. „Wir sind nicht davon überzeugt, dass alle in der Branche Kosten und Ressourcen richtig angehen“, erklärte Mortlock. Auch Berenberg werde 2023 wieder Personal einstellen, aber nur, weil der jüngste Stellenabbau entsprechende Spielräume geschaffen habe.

Das Risiko für UBS besteht nun darin, dass der Investmentbanking-Umsatz so einbricht, wie es die Banken-Analysten der Deutschen Bank für 2023 prognostizieren – diese erwarten sowohl im Investmentbanking als auch im Bereich Sales & Trading einen Umsatzrückgang. Die knappe Marge von UBS im vierten Quartal deutet darauf hin, dass dies ein Problem werden könnte.

In der Zwischenzeit werden bei UBS Kosten gesenkt. Wie die Bank diese Woche mitteilte, werden im Rahmen eines Programms die Kosten für Technologie und Berater gekürzt: Bankenweit sollen so 2023 1,1 Mrd. CHF eingespart werden. Wird das reichen? Hamers sagte heute, dass UBS mehr an Gewinnen als an der Cost-Income-Ratio in ihrer Investmentbank interessiert sei. Und doch: Wenn sich die Lage in den kommenden Monaten nicht ändert, ist die UBS zu ihren Angestellten im Investmentbanking vielleicht bald nicht mehr so nett.

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AUTORSarah Butcher Globale Redaktionsleiterin mit Sitz

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