Das Überalterungsproblem der Commerzbank: Die spannendsten Fakten aus dem Geschäftsbericht 2018

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Das Überalterungsproblem der Commerzbank: Die spannendsten Fakten aus dem Geschäftsbericht 2018

Deutschlands Banken überaltern zunehmend. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der Commerzbank lag 2018 im Inland bei stolzen 21 Jahren. Bei der Deutschen Bank sind es 19,7 Jahre gewesen. Gut die Hälfte der Mitarbeiter im Heimatmarkt sind über 20 Jahre im Konzern beschäftigt, 29 Prozent zwischen 10 und 19 Jahren und nur 17 Prozent weniger als neun Jahre, wie aus dem heute vorgelegten Jahresabschluss der Commerzbank hervorgeht. Zwar stieg die Fluktuation um 20 Basispunkte auf 4,8 Prozent an, angesichts der jahrelangen Krise handelt es sich aber um einen bescheidenen Wert.

180 neue Stellen im Firmenkundengeschäft

Unterdessen spiegelt sich der kräftige Personalabbau in den nackten Zahlen kaum wider. Konzernweit sank die Zahl der Vollzeitstellen um keine 150 auf gut 43.400 Stellen. Die Bank führt dies auf die steigende Beschäftigung bei der polnischen Tochter mBank sowie die Integration der IT-Tochter Commerzbank Systems zurück. Das Insourcing bislang externer IT-Kräfte hat also einen beträchtlichen Teil des Personalabbaus in anderen Bereichen der Bank abgefedert. Im Rahmen der Digitalisierung investierte die Bank viel in die IT. So stiegen die IT-Sachaufwendungen um 10,3 auf 556 Mio. Euro. Erstaunlich ist unterdessen, dass auch die Beschäftigung im Firmenkundengeschäft um 180 Stellen zulegte.

Millionengehälter sind mittlerweile im Vorstand normal

Nachdem die Bank während der Finanzkrise vom Staat gerettet werden musste, wurden die Vorstandsgehälter gedeckelt. Diese Zeiten sind längst passé. Im vergangenen Jahr kassierten sämtliche Vorstandsmitglieder mehr als 1 Mio. Euro. Lediglich Compliance- und Personalchefin Bettina Orlopp musste sich mit weniger begnügen. Sie sitzt aber auch erst seit November im Vorstand. Konzernchef Zielke strich unterdessen gut 2 Mio. Euro ein. Die Vergütungen liegen damit meist auf Vorjahresniveau. Der gesamte Bonuspool des Konzerns wurde indes von 235 auf nur noch 134 Mio. Euro gekürzt.

Falls Sie eine vertrauliche Nachricht, einen Aufreger oder einen Kommentar loswerden wollen, zögern Sie nicht! Schreiben Sie einfach an Florian Hamann. fhamann@efinancialcareers.com.

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