Die vielen Gründe, warum Banker bei Credit Suisse dieses Jahr keine großen Boni erwarten können

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Die vielen Gründe, warum Banker bei Credit Suisse dieses Jahr keine großen Boni erwarten können

Nicht nur die Mitarbeiter von Bank of America rechnen dieses Jahr mit einer enttäuschenden Bonusrunde. Mit jeder Woche, die ins Land zieht, geraten auch bei den Bankern und Tradern der Credit Suisse die Erwartungen ins Bröckeln.

Der letzte K.O.-Schlag auf die Bonushoffnungen bei Credit Suisse erfolgte als heute bekannt wurde, dass man im vierten Quartal 2020 einen Verlust eingefahren hat. Grund ist, dass zusätzliche 850 Mio. Dollar zurückgestellt werden müssen für Fälle im Zusammenhang mit hypothekarisch gesicherten Wertpapieren für Wohnimmobilien, die bis in die Finanzkrise zurückreichen.

Credit Suisse wird seine Q4-Ergebnisse am 18. Februar bekanntgeben und dann auch die Höhe der diesjährigen Boni kommunizieren. Bislang hat die Schweizer Bank nicht verlautbart, dass die Rückstellungen in Höhe von 850 Mio. Folgen für den Bonuspool haben. Die Nachricht ist allerdings nur ein Grund von vielen, aus denen Credit-Suisse-Banker ihre Erwartungen herunterschrauben sollten: So hatte Credit Suisse im November gewarnt vor einer Wertminderung auf ihre Beteiligung an dem Hedgefonds York Capital Management in Höhe von 450 Millionen Dollar. Im Dezember erklärte Credit-Suisse-CEO Thomas Gottstein im Gespräch mit der Financial Times, dass man „generell damit rechnen muss, dass die Boni in diesem Jahr geringer ausfallen werden“, und zwar aus Gründen der „Solidarität und der sozialen Verantwortung“.

Die unerbittlichen Abwärtsbewegungen folgen auf ein – bedingt durch das schwache Makro-Handelsgeschäft – wenig erfolgreiches Q3. Dennoch ließ die Bank heute verlautbaren, dass die Investmentbank (zu der nun auch das Global-Markets-Geschäft gehört) im vierten Quartal „weiterhin eine gute Performance“ gezeigt habe und die Erträge im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent gestiegen seien.

Nun fragt sich, wie die Bank ihre Mitarbeiter halten will, wenn sie keine großen Boni ausschüttet. Mitte Dezember hatte man 150 Leute mit einer Beförderung zum Managing Director beglückt. Hinzu kommt, dass man die Mitarbeiter mit einer warmen Welle von Optimismus umspült: „Wir haben das Gefühl, dass der Markt zu uns kommt“, sagte der Chef der Investmentbank, Brian Chin, auf dem Investmenttag im Dezember. „Nächstes Jahr werden wir wahrscheinlich einen besseren Fit für unseren Geschäftsmix erleben.“

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